Leseprobe

 

Kapitel 1

Sechs Jahre waren vergangen, seitdem Paolo seinen Job als Polizist gekündigt hatte. Die Umstände, dass er einen Verdächtigen krankenhausreif verprügelt hatte, hatten ihn dazu gezwungen und natürlich spielte eine Frau eine Rolle bei seiner Entscheidung. Immer noch trauerte er dieser ganz besonderen Frau hinterher, die er niemals haben konnte. Denn sie liebte einen anderen.
Einen mit dem er sich auch noch gut verstand, denn er war mittlerweile zu einem Freund geworden. Aber allmählich versiegte das Gefühl, das ihn all die Jahre beherrscht hatte. Sein Herz verstand, das sie ihm niemals gehören konnte. Lediglich als Freundin konnte sie an seiner Seite stehen, das hatte Giana ihm oft gesagt, wenn er mit seinem Inneren und dem Seelenschmerz wieder einmal nicht zurechtkam.
Gedankenverloren saß er auf einer der Bänke im Garten des Herrenhauses. Ein wildes Stöhnen drang an sein Ohr. Einer der neuen Doms vergnügte sich mit einer attraktiven Frau. Ihr braunes Haar hing ihr in Strähnen ins Gesicht. Die Sonne strahlte auf ihren makellosen Körper, während der Neue mit festen Schlägen ihren Hintern malträtierte. Ein göttliches Schauspiel.
Doch er fühlte sich abgestumpft, deshalb wendete er sich ab, stand auf und lief ins Innere des prachtvollen Gebäudes, das jede Art von Spiel bereithielt. Luststeigernde Begegnungen für Erwachsene, die darauf standen. Für Frauen, die nur eine Art der sexuellen Befriedigung wollten, brauchten, genossen. Jede Frau, die hierherkam und einen der dominanten Männer buchte, war devot. Die eine weniger, die andere mehr.
Damals als er Gianas Stalker mit bloßen Händen fast umgebracht hatte, wurde ihm bewusst, das er seinen Beruf als Polizist satthatte. Deshalb kündigte er, nachdem man ihn wegen exakt diesem Vorfall suspendierte. Und zum ersten Mal seit Langem konnte er wieder tief durchatmen und nachts durchschlafen, ohne, dass schreckliche Bilder, von vergewaltigten Frauen oder verstümmelten Leichen ihm den Schlaf raubten.
»Paolo da bist du. Können wir schnell deinen Plan für diese Woche durchgehen?«
Viola, Sergios Ehefrau kam auf ihn zu. Ihrem Mann gehörte das Herrenhaus, in dem er arbeitete. Als sie ihn umarmte, stieß ihr dicker Bauch gegen seinen.
»Wie fühlst du dich heute?«, fragte er liebevoll. Sie war für ihn die Schwester, die er nie hatte. Deshalb sorgte er sich um sie, obwohl das nicht nötig war, denn Sergio hatte immer ein wachsames Auge auf sie.
»Der Kleine tritt heute auffallend viel. Aber bald haben wir es geschafft. Die wenigen Wochen halte ich noch durch.«
Sergio kam die Treppe hinuntergelaufen.
»Da bist du. Hatte ich nicht gesagt, du sollst liegen bleiben?«
»Liebster, ich wollte nur schnell mit Paolo den Plan für die Woche durchgehen.«
»Das kann ich auch machen. Du sollst dich schonen. Du weißt, was der Arzt gesagt hat.«
Paolo gab ihr einen Kuss auf die Wange und sagte ihr, dass ihr Mann recht hatte und er ganz seiner Meinung war. Fluchend drehte sie sich um und lief die Stufen hinauf.
Beide Männer schauten der Frau hinterher, die fast alle Fäden hier in der Hand hatte. Langsam lief sie Stufe für Stufe hoch in den Privatbereich. Dabei bemerkte er, dass sie sich mehr am Geländer hochzog, als das sie lief.
»Lass uns ins Büro gehen.«
Er folgte Sergio und dachte darüber nach, wie es wohl wäre, wenn er selbst Vater werden würde. Doch schnell schob er diesen Gedanken beiseite, denn dazu fehlte ihm die passende Frau.
Es dauerten keine zehn Minuten, da war er wieder aus dem Büro in sein Zimmer geschritten. Nicht, weil sie sich schnell geeinigt hatten, was seine Arbeitszeiten betraf, sondern weil er sonst irgendetwas in dem Raum zerstört hätte. Warum musste Sergio ihm so einen Auftrag geben. Fünf Tage mit einer einzigen Frau verbringen. Diese Art von Session war eine ganz andere Dimension und nicht das, was er in nächster Zeit vorhatte. Aber da die Bezahlung für diesen Job weit mehr war, als er normalerweise verdiente, hatte er letztendlich zugesagt.
In all der Zeit, die er nun in diesem Haus arbeitete, war er abgestumpft. Zwar machte ihm die Arbeit als Dom immer noch Spaß, aber etwas fehlte. Die erotischen Spiele gefielen ihm, auch das Verwöhnen der Damen, aber mit der Zeit wiederholten sich diese lustvollen Sessions immer zu. Dieselben Worte. Dieselben Gesten.
Paolo glaubte zu wissen, was ihm fehlte; Giana, die Frau, die er niemals haben konnte. Doch ausgerechnet sie war tabu. Vielleicht war es tatsächlich an der Zeit, endlich loszulassen. Zu mal sie glücklich war mit Antonio und sie ihr zweites Kind erwartete. Wenn er es sich genau überlegte, würde er diesen einen Auftrag, den Sergio ihm regelrecht aufgezwungen hatte, erledigen. Aber danach würde er dem Herrenhaus den Rücken kehren. Abstand war vielleicht das, was er wirklich brauchte. Genug Geld hatte er in den letzten Jahren sparen können und das Haus, das er hat bauen lassen, war vor wenigen Monaten fertig geworden.
Während Paolo durch sämtliche Kanäle des Fernsehprogramms zappte, klopfte es an seiner Tür. Er war der Einzige der Doms, der noch im Herrenhaus wohnte. Alle anderen hatten sich Wohnungen in der Stadt zugelegt und kamen zu ihren Schichten hier her. Mit einem Ruck öffnete er die Tür.
»Giana.«
Die Frau, in die er sich vor all den Jahren verliebt hatte, stand vor seiner Tür. Gekleidet in ein blassblaues Kleid, das ihren Schwangerschaftsbauch umschmeichelte.
»Darf ich reinkommen?«
Er trat einen Schritt zur Seite und bemerkte ihren Blick, der durchs Zimmer schweifte. Natürlich war es nicht sauber, dachte er, schließlich war dies eine Junggesellenbude.
»Warum bist du gestern nicht zu uns ins Valley gekommen? Ich habe dich vermisst.«
Das war also der Grund für ihren Besuch, schoss es ihm durch den Kopf. Aber was sollte diese Frage? Sie wusste doch warum. Weil er auf sie stand. Weil sie ihn erregte, genau wie in diesem Moment. Paolo war hart; steinhart. So hart, dass er am liebsten seinen Schwanz befreit hätte, um sich einen runter zu holen. Und nicht, dass diese alles verzehrende Lust nach ihr reichen würde, spürte er ihre Hand auf seiner Wange.
»Du musst mich endlich aus deinen Gedanken verbannen. Oder denkst du etwa, ich wüsste nicht, warum du mich meidest?«
Sie standen so nah beieinander, das er sich hätte nur ein wenig nach vorne beugen müssen und ihre Münder hätten sich berührt. Doch er tat es nicht, sondern nahm ein wenig Abstand.
»Ich habe dich schon lange aus meinem Kopf verbannt«, sagte er schroff. Doch sie trat zu ihm und griff ihm zwischen die Beine.
»Ach wirklich und wieso bist du hart für mich?«
Wenn sie noch länger ihre Hand in seinem Schritt belassen würde, dann würde er kommen. Doch sie ließ ihn los und entfernte sich von ihm.
»Du bedeutest mir und meiner Familie sehr viel. Das alleine ist der Grund, warum Antonio zu deiner Verliebtheit nichts sagt. Denn manchmal siehst du mich an, also wolltest du mich übers Knie legen, mir den Arsch versohlen, um mich anschließend zu ficken. Doch das alleine darf nur mein Mann.«
Als sie das Wort Mann aussprach, dachte er an ihre Hochzeit und daran wie er sich besoffen hatte. Doch das war nicht das Schlimmste. Er hatte sich betrunken, wie er war, in sein Zimmer eingeschlossen, ein Foto von Giana, das er versteckt hatte, herausgekramt und sich die ganze Nacht selbst befriedigt. Bei jedem Orgasmus schrie er ihren Namen laut aus. Er war doch ein erbärmlicher Trottel. Irgendwann war er vor Erschöpfung eingeschlafen.
Selbst nach all den Jahren passierte es ihm manchmal, dass er den Namen einer devoten Frau, die sich von ihm schlagen ließ, vergaß, dann nannte er sie Giana. Er wollte sie alle Giana nennen, ihnen der Arsch versohlen, sie anketten und ficken bis ...
»Paolo? Hörst du mir überhaupt zu?«
Da war sie, die Stimme, die ihn sogar in seine Träume verfolgte. Nur einmal, wollte er aus diesem Mund seinen Namen hören, wenn sie ekstatisch zum Höhepunkt kam.
»Ja. Ja«, sagte er und griff nach der Scotchflasche, doch dann besann er sich und stellte sie wieder hin.
»Du musst eine Frau finden. Eine die dich aufrichtig liebt.«
»Wird schwierig, wenn man den ganzen Tag mit dem Schwanz in einer anderen steckt.« Er hörte sie seufzen, doch er konnte und wollte nicht zurücknehmen, was er gesagt hatte.
Doch dann hörte er diese leisen Schluchzer und er drehte sich um. Sie weinte. Tränen tropften von ihren Wangen auf ihren Busen und färbten das Kleid dunkel.
Scheiße!
Er ging auf sie zu, nahm sie in die Arme und schob sie in Richtung der Couch. Dort setzte er sich mit ihr hin. Paolo wusste, dass es nichts brachte, sich zu entschuldigen oder etwas schön zu reden, denn im Grunde hatte er recht. Es würde nicht einfach sein, eine Frau zu finden, die seinen Beruf verstand.
»Ich will, dass du glücklich bist. Du sollst nicht mehr an mich denken. Das muss endlich aufhören«, sagte sie schniefend. Sie hatte recht, das wusste er. Er musste endlich den Mut haben und nach vorne schauen.
»Ich werde meinen Job hier aufgeben«, verkündete er.
»Das ist eine gute Idee.«
Er wollte sie noch ewig in seinen Armen halten, doch er ließ sie los und setzte damit für sich selbst, ein großes Zeichen. Giana stand auf, gab ihm einen Kuss auf die Wange und verließ sein Zimmer.
Alles in ihm schrie, ihr hinterherzulaufen, ihr auf Knien seine Liebe zu gestehen. Doch er blieb in seinem Zimmer, das er seit sechs Jahren bewohnte, folgte nicht der einzigen Frau, die er in sein Herz gelassen hatte. Da spürte er etwas Feuchtes auf seiner Wange. Tränen. Er gab sich dem Gefühl der Hilflosigkeit hin und weinte. Trauerte um all das, was er nie haben würde.

***

Die Nacht war zu kurz, das merkte Paolo bereits jetzt, zwei Stunden, nachdem er aufgestanden war. Doch seine Gedanken wollten sich einfach nicht verziehen. Dennoch hatte ihm das Gespräch mit Giana am Vortag gezeigt, das er sie, wenn er sie schon nicht als eine Frau haben konnte, er sie wenigstens nicht als Freundin verlieren durfte.
Nachdem er gefrühstückt hatte, was seltsam war, wenn man bedachte, das bereits 15 Uhr war, duschte Paolo. Er rasierte sich, cremte seinen Körper ein und zog seine Lieblingsjeans an. Die mit den Löchern, in denen er fast immer eins der Spielzimmer betrat, bevor eine Session begann. Heute jedoch wartete dieser ganz besondere Auftrag auf ihn, deshalb nahm er die Karteikarte, auf der alle Informationen standen.

Sub
Name:               Giulia
Alter:                 29
Aussehen:        blond, blaue Augen
                          üppige Kurven,
                          Naturbusen
Beruf:               Künstlerin
Vorlieben:        vaginal +
                          anal +
                          Mund +
                          Dildo +
                          Vibratoren +
                          Peitsche +
                          Gerte +
                          Bondage +
                          Brustklemmen +
                          Andreaskreuz +
                          Dirtytalk +

Er dreht das Kärtchen um und fand überall ein Häkchen. Paolo würde definitiv seinen Spaß haben, das war sicher. Die nächsten Tage stand er nur ihr zur Verfügung oder sie ihm, je nachdem wie man es nahm. Nachdem er die Karte zurück auf den Tisch gelegt hatte, schaute er obligatorisch in seine Hose und verkündete seinem besten Freund, dass sie die nächsten Tage eine Menge Action zusammen hatten. Pünktlich verließ er sein Zimmer und stieß vor der Türe mit Carlo zusammen, der ihn abholen wollte.
In den Minuten, bevor die Session begann, besprach der Dom mit einem anderen Dom, der den Auftrag kannte, letzte Details. Er verabschiedete sich, atmete noch einmal tief ein und öffnete gelassen die Tür zum Spielzimmer.
In diesem Raum war lila die dominante Farbe. Es war eins der harten Zimmer, jedenfalls nannten die Doms es untereinander so. Er trat ein, wagte einen Blick und alles, was er sah, war blondes langes Haar.
Die Frau, die er als Dom züchtigen sollte, kniete auf dem harten Boden. Das Kissen, welches eigentlich dafür bereitlag, lag neben ihren Beinen. Eine Sub ganz nach seinem Geschmack.
»Guten Tag Giulia. Ich bin Paolo.« Sie antwortete nicht. »Wie möchtest du mich ansprechen? Herr oder Meister?«
»Herr bitte.«
Erstaunt über diese liebliche Stimme hob Paolo eine seiner Augenbraue und musterte die Frau erneut. Aus einem undefinierbaren Grund wollte er ihre Stimme noch einmal hören. Deshalb stellte er sich vor sie und schaute sie von oben herab an.
»Heb deinen Kopf und sprich meinen Namen aus.«
»Ihr Name ist Paolo, Herr.«
Himmelherrgott! Ihr Mund bewegte sich nur ein klein wenig, als sie seinen Namen ausgesprochen hatte. Sein Schwanz pochte und zuckte in seiner Jeans, bettelte förmlich, herausgelassen zu werden. Vielleicht war er doch nicht so abgestumpft, wie er dachte.
»Du hast explizit nach mir als Dom gefragt. Warum?«
»Ich habe bei einem Event gesehen, wie ihr mit den anderen Frauen umgeht. Wie ihr sie dominiert und gefickt habt, Herr.«
»Warum bist du bei dem Event nicht zu mir gekommen? Wir hätten ...« Doch sie unterbrach ihn.
»Ich wollte euch für mich alleine haben. Herr.«
Er stutzt. Für sich alleine haben. Das imponierte ihm und machte ihn neugierig. »Warum duzt du mich nicht?«
»Wünscht ihr das, Herr.«
»Ja.«
Paolo, der Dom trat jetzt zum Vorschein. Er dachte nach, dachte an die vieln Häkchen auf der Karteikarte. Blitzschnell ging er in die Hocke, bündelte ihr volles Haar und zog ihren Kopf zurück. Dann küsste er sie. Wild. Leidenschaftlich. Immer wieder sog er ihre Unterlippe in seinen Mund, dann ließ er von ihr ab und betrachtete sie. Giulia war eine Schönheit. Volle Lippen. Aristokratische Nase.
»Du wirst jetzt meinen Schwanz aus der Hose befreien, ihn tief in deinen Mund nehmen und mir Lust bereiten. Und nur, wenn es mir gefällt, was dein verzückender Mund verspricht, werde ich Leder auf deiner Haut tanzen lassen.«
»Herr?«
Mit einem Nicken erlaubte er ihr, zu sprechen.
»Wirst du mich ficken, Herr?« Mut hatte sie, dachte er.
»Heute nicht. Heute wirst du nur zu meinem Vergnügen in diesem Zimmer sein«, sagte er und ließ ruckartig ihr Haar los. Dann erhob er sich, stemmte die Hände in die Hüften und beobachtete sie.
Himmelherrgott! Als sie seine Eichel in den Mund nahm und leicht daran saugte, glaubte er, explodieren zu müssen. Er unterdrückte jedes aufkommende Geräusch in seiner Brust, denn er wollte die leisen Schmatzer hören, die sie machte, während sie sanft an ihm leckte und saugte.
Abrupt entzog er sich ihr, drehte sich um und atmete tief durch. Was war nur los? Normalerweise hatte er ein außerordentliches Stehvermögen und wurde von den anderen Doms deswegen schon als Dauerständer bezeichnet. Einatmen. Ausatmen. Wenn er sich nicht zusammenreisen würde, wäre das hier schneller vorbei, als ihm lieb wäre.
Wann war er schon einmal derart erregt gewesen bei einer Sub? Nie! Nur Giana hatte das geschafft, ohne ihn jemals sexuell zu berühren.
»Herr. Habe ich etwas falsch gemacht?«
Wut über sich und über diese Situation kochte plötzlich in ihm hoch und ohne ihr zu antworten, packte er sie am Arm, half ihr auf und beugte ihren Oberkörper auf den Tisch.
»Halt dich gut fest. Lässt du los, werde ich dich bestrafen, indem ich dich von einem anderen Dom ficken lasse und das willst du anscheinend nicht, oder?«
Zielstrebig griff er nach einem der ledernen Paddel, die fein säuberlich aufgereiht an der Wand hingen. Er bat sie nicht mitzuzählen oder sich zu entspannen. Er verbot ihr auch nicht, zu stöhnen. Alles, was er wollte, waren rote Striemen auf ihrer Haut zu sehen.
Der erste Schlag war vorsichtig, denn er wollte zuerst ihre Haut beobachten, wie sie reagierte. Noch war nichts zu sehen. Es gab Frauen, die hatten bereits nach zwei Schlägen blaue Flecken. Er musste die Intensität erhöhen. Was er bereits mit dem zweiten Schlag tat. Es entstand ein leichter Rotstich auf ihrer Haut. Das war es, was er sehen wollte. Dann wechselte er die Position, sein Blick leicht verschleiert, da unbändige Lust durch jede seiner Adern floss.
Immer wieder wechselte er die Position, bis Giulia keuchend aufstöhnte und ihre Fingerknöchel weiß hervortraten. Ungehemmt bewunderte er ihre Stärke, denn sie hatte jeden Schlag tapfer ausgehalten.
Ihr Hintern glühte in Schillerndem rot. Nach all den Jahren war er Profi genug, um bei der ersten Session keine blauen Flecken zu hinterlassen. Schließlich sollte sie Sub vertrauen zu dem Dom fassen und das Herrenhaus wieder besuchen.
Mit zittriger Hand fuhr er über ihren Rücken, der mit einem Schweißfilm bedeckt war. Dann legte er sich auf sie. Als Haut auf Haut traf, stöhnten beide laut auf. Kurz verharrte er in dieser Position, löste ihre Hände vom Tisch, den sie immer noch umklammerte und dann erhob er sich mit ihr. Stehend spürte er, dass ihr das Atmen leichter fiel.
Quälend langsam schob er ihr Haar zur Seite und küsste ihren Hals. Knabberte zart an ihrer Haut und inhalierte ihren ganz eigenen Duft tief ein. Sie legte den Kopf seitlich, stöhnte leise und genoss diese zarte Berührung.
»Stell dich an die Wand, dort wo die Handschellen herunter hängen.«
Als sie mit erhobenen Armen da stand und wartete, beobachtete er sie. Ihre Brüste hoben und senkten sich bei jedem Atemzug. Das blonde Haar umrundete ihr Gesicht wie einen Heiligenschein, vor der lilafarbenen Wand. Doch in seinem Kopf entstanden Bilder. Bilder von ihm und ihr, auf dem Bett. Sie unter ihm und er tief in ihr. Er wollte, dass sie nur für ihn stöhnte, nur mit ihm, diese verdorbenen heißen Sachen machte. Kopfschüttelnd trat er auf sie zu, versuchte diese seltsamen Gedanken aus seinem Kopf zu verbannen. Dann befestigte er die Handschellen. Ihre Augen hatten in fixiert, als er so nah vor ihr stand. Ihre Zunge schnellte mit einem Mal hervor und leckte ihn am Hals.
Himmelherrgott! Warum erregte ihn das dermaßen. Kurz schloss er seine Augen, atmete tief durch, dann zog er an der Metallkette. Gerade so viel, das Giulia mit den Zehenspitzen den Boden berührte. Paolo befestigte die Kette, trat vor sie und schlang sich eins ihrer Beine um seine Hüfte. Daraufhin begann er, sie zu streicheln. Schon nach wenigen Sekunden war seine Hand mit ihrer Lust benetzt. Zugleich fing er an, über ihre Brustwarzen zu lecken. Immer und immer wieder.
»Stell dir nur vor, wie es sich anfühlen würde, wenn ich deine nasse Pussy lecken würde.« Beinahe sofort konnte er spüren, wie sie sich verkrampfte.
»Wehe du kommst«, warnte er sie. Dann hörte er auf mit seinem Spielchen. Der Anflug ihres Höhepunkts verebbte und er begann erneut ihren Kitzler zu bearbeiten. Doch auch diesmal nur bis zu diesem Punkt, kurz bevor der Höhepunkt sie übermannte. Diese Prozedur wiederholte er noch einmal.
»Frustriert?«
»Ja Herr.«
»Gut. Das wird auch so bleiben, bis morgen. Keine Selbstbefriedigung«, sagte Paolo und löste ihre Fesseln. »Und jetzt geh auf die Knie.«
Sofort folgte sie seinem Befehl und begann ihn mit dem Mund zu befriedigen. Sein Körper stand unter Strom und ihr süßer Mund lutschte, saugte, leckte, brachte ihn völlig aus dem Konzept. Seine Hüften entwickelten ein Eigenleben, bewegten sich vor und zurück. Das Brennen in seinen Lenden verstärkte sich.
»Schluck«, war alles, was er sagen konnte, bevor er sich in ihren Mund entlud. Paolo pumpte seinen Schwanz zwischen ihre Lippen, spürte, dass sie weder zurückzuckte, noch aufhören wollte. Sie schluckte sein Sperma und leckte sich über die Lippen, als er sich aus ihr zurückzog. Vorsichtig half er ihr hoch, brachte sie zu dem großen Bett und bat sie, sich auszuruhen, bis er wieder da war.
Bevor er das Zimmer verlies, zog er sich seine Hose richtig an. Kurz schaute er zu Giulia rüber, die ganz verzückt auf dem Bett lag. Dann lief er in die Küche. Es roch herrlich nach Fleisch und Kartoffeln, doch was er wollte, war das Obst, das extra in Frischhaltedosen bereitlag. Paolo nahm eins der Tabletts und einen Teller, dort legte er Mango, Pfirsich und Litschis drauf. Dann machte er sich wieder auf den Weg zurück ins lilafarbene Zimmer. Ohne anzuklopfen, trat er ein.
»Ich habe uns ein wenig Obst, als kleine Erfrischung geholt. Später können wir ins Esszimmer gehen und dort mit den Doms und Subs zu Abend essen, wenn du magst.«
»Das klingt gut.«
»Du hältst ganz schön was aus. Einige Frauen hätten schon ihr Codewort gesagt. Trotzdem frage ich mich immer noch, warum du ausgerechnet mich ausgesucht hast.«
»Sagte ich doch, weil ich es erregend fand, wie du mit den Frauen gespielt hast.«
Paolo fand ihr Lächeln, das sie ihm schenkte, traumhaft schön. Denn es galt ihm alleine.
»Du hast das aber nicht zum ersten Mal gemacht«, stellte er fest. »Wieso bist du nicht mehr bei deinem Meister?«
»Meine letzte Session liegt mehr als vier Jahre zurück. Mein Ex, stand nicht auf diese Art von Sex, also haben wir es nie praktiziert. Aber nachdem ich ihn verlassen hatte, wollte ich neue sexuelle Herausforderungen für mich erleben. Deshalb habe ich auch die Events hier im Herrenhaus besucht und da bist du mir aufgefallen.«
Dieser Meister hatte wirklich nicht nachgedacht, als er sie hat ziehen lassen. Sie wirkte noch immer schüchtern, den Kopf gesenkt aß sie vom Obst. Als sie sich den Saft von den Fingern leckte, meldete sich sein Schwanz lautstark. Paolo unterdrückte die Lust, die plötzlich durch seine Adern floss, denn am liebsten hätte er ihre Beine gespreizt und wäre in sie eingedrungen.
Kopfschüttelnd blickte er auf seine Uhr. »Soll ich dich in dein Zimmer bringen? Dort kannst du dich noch ein wenig ausruhen und duschen. In zwei Stunden würde ich dich abholen.«
Sie nickte, woraufhin er aufstand und den Bademantel holte, der bereit lag. Dann liefen sie gemeinsam zu ihrem Zimmer, das ihr für die nächsten fünf Tage als Unterkunft diente.
»Wie kann ich dich erreichen?«, fragte sie plötzlich.
»Auf deinem Nachttisch steht ein Telefon. Wähl die 126 und ich bin bei dir.«
Er verabschiedete sich und wollte sich gerade umdrehen, als sie ihn am Arm festhielt und sagte: »Du schmeckst gut.«
Mehr sagte sie nicht, sondern trat in ihr Zimmer und verschloss die Tür. Leicht verdutzt über ihre Worte, lief er in die Küche und gab dem Koch bescheid, dass er und Giulia mit zu Abend essen würden, dann lief er in sein Zimmer.
Noch nie hatte eine Sub ihm gesagt, dass er gut schmecken würde. Mit einem Lachen auf den Lippen zog er seine Jenas aus und stieg unter die Dusche. Das warme Wasser prasselte auf seine Haut und wusch den Schweiß hinfort, doch die Lust auf Giulia blieb.

 

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